Ja – zum Leben und der Liebe

[03.01.2013] Gast

Sag doch Ja!

Ja zur Liebe

Liebe sagt JA zum Leben

Ich freue mich, wenn Sie mir Themen für meine Kolumnen zustecken… Und bei einem Thema schlage ich nun zu. „Frau Köpp, schreiben Sie uns über die Ehe!“ Ausgerechnet ich, die nie JA gesagt hat vorm Altar, auch wenn ich immer davon träumte.

Aber weil man auch über Dinge schreiben kann, die zwar nur die anderen erlebt haben, setze ich mich mit der Ehe auseinander. Ich war Trauzeugin. Vor vielen Jahren. Ich bastelte zwei Tage an der Rede, die die einen Gäste zum Weinen und die anderen zum Schmunzeln brachte. Nach 14 Jahren war alles vorbei. Und ich war Zeugin vom Ende. Und ich konnte nichts tun.

Stirbt die Ehe aus?

Wellness Herz im Doppelpack

Herz im Doppelpack

Vielleicht stirbt sie ein bisschen vor sich hin, wenn man bereits mittendrin steckt. Weil man dieses große Gefühl vergisst, das da war, als man sich noch all die schönen Dingen schwor. Als es auch noch einfach war, sich zu versprechen. Die Welt lag einem doch zu Füßen, die Pläne, die Träume. JA zu sagen zu einem Menschen, mit dem man so verbunden ist, dass ein Leben ohne seine Seite unvorstellbar ist – das ist einfach. Sich in schweren Zeiten zu beJAen, beneidenswerter. Echt. Romantisch. Feierlich.

Meine Nachbarin wurde verlassen, als die schweren Zeiten, von denen man zuvor nichts wissen wollte, an die Tür klopften. Sie wurde krank. Sie verlor (für ihn) an Attraktivität. Sie konnte keine Kinder bekommen. Wie grausam, den anderen an das Versprechen zu erinnern, das man sich einst gab. Ich glaube, wenn man wahrhaftig liebt, dann hört das nicht auf. Dann gibt es Stürme und sie muss es geben, um sich zu zeigen, wie sehr man diesen doch gemeinsam trotzen kann. Im Gegensatz zu tausend anderen Paaren. Muss man dafür heiraten?

Ich glaube, jedes Mädchen will geheiratet werden. Sie sieht sich als die Prinzessin an der Seite eines Prinzen. Nur ein Märchen? Nein – auch wenn diese Märchen in der Realität eher Raritäten sind. Aber solange es sie gibt, glauben Menschen wie ich an die Ehe!

Jahreszeiten des Lebens

Und wenn ich alte Omis und Opis Händchen haltend auf der Straße kreuze, dann hüpft mir das Herz. Ich möchte sie fragen nach ihrem Rezept und ahne doch die Antwort: die Rollenverteilung war klar, und beide haben diese Rolle perfekt ausgefüllt. Wären diese Paare heute jung – würden sie sich wieder beJAen? Würden sie noch einmal schwören, einander treu und respektvoll, achtend und beschützend, stärkend und liebend durch die Jahreszeiten ihres Lebens zu gehen?

„Wie ein einziger Tag“ kommt mir jetzt in den Sinn. Was habe ich mit meinen Freundinnen kollektiv bei diesem Film geheult. Ein Muss für alle Verliebten! – Dieser Ring am Finger – als auffälliges Symbol dafür, dass man von jemandem gefunden wurde und selbst jemanden fand, mit dem man….. ich liebe es! Ein Ring zwingt einen nicht zur Blindheit, heilt nicht vor Flirtgefahren, die überall lauern, aber unterm Strich, da ist man jetzt vergeben für den Einen! Denn das ist, was wir alle wollen: finden und gefunden werden. Nach jemandem suchen, der auch nach uns sucht! Halten die Ehen nicht, weil die Welt zu paradiesisch ist, um voraus zu sehen, wirklich bis zum Ende nur noch eine Hand zu halten, nur noch einen Körper zu lieben, immer neben demselben aufzuwachen? Da draußen laufen doch so leckere Menschen herum. Ja und?

Der Ring als Symbol des Wachstums?

Sie gab es immer und wird es immer geben. Sich zu brüskieren, dass man noch bei jedem andern landen kann? Gähn! Meine Bewunderung gilt jenen, die gern widerstehen! Für etwas, das eine einzige Nacht uns niemals bieten kann: Wärme, Verbundenheit, Geborgenheit, Vertrauen. – Dieser Ring am Finger, dieses nicht mehr schnelle Kofferpacken, wenn‘ s mal hakt und mächtig hagelt – dieses Symbol für Wachstum, Innigkeit und Stärke. Wie einsam werden jene Menschen sterben, die in einer Nacht vergeblich suchten, was sie nur in einem Bekenntnis finden würden: im JA zueinander. Mit aller Transparenz, allen Sorgen, allen Ängsten und allen Falten. – Ja, wir sollten wieder an die Ehe glauben, wir sollten jene treffen, die sich immer wieder beJAen würden. Wir sollten stolz sein, eine Entscheidung getroffen zu haben. „Mein Mann! Meine Frau!“ Nicht mehr nur: „Mein Freund! Meine Freundin! Der Vater meiner Kinder!“ Ich glaube an das Märchen im realen Leben und ich hab es meinen Freundinnen geschworen: steckt euch eines Tages Blümchen ins Haar und lauft barfuß mit mir durch den Strand. Zu euch habe ich JA gesagt, ich werde es noch einmal tun… wenn ich gefunden wurde! Bereit für den Pakt….der letzten Jahreszeiten meines Lebens!

Danke fürs Lesen. Und bitte schreiben Sie mir wieder unbedingt an: conni@witc-verlag.de

Ihre Conni Köpp

Wir sagen ganz herzlich Danke für diese wundervolle Kolumne an Conni und auch den witc-Verlag.

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Kommentare

Ich habe ALLES mit Interesse gelesen! Und – ES gefällt mir! Vielen DANK dafür!

Ich werde auf einem meiner Blogs diesen Beitrag “Sag doch Ja!” als einen – nämlich meinen – Lese-Tipp abgeben! Ich hoffe darauf, dass dieser Beitrag noch sehr viele Web-User erreichen möge!

LG, heinka

Kleiner Nachtrag:

Ich bitte um Entschuldigung, habe nicht genau hingeschaut:

Dieser Beitrag hier heißt natürlich richtig: “Ja – zum Leben und der Liebe”

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